03.05.2017

Auf den Spuren alter Bautechniken…

Am 24. und 25. April 2017 brachen wir, die Restauriertechniker der 4YHIHS mit Herrn Robert Muckenhofer, unserem Werkstatt-Lehrer, nach Graz auf und bauten ein Kreuzgewölbe.

Wie schon im Vorjahr, bereiteten die Schülerinnen und Schüler der HTBLVA – Ortwein, unter der Leitung von Herrn Karl Masser, vier Pfeiler und die Gewölbeanfänger vor. 

Somit war es uns möglich unverzüglich mit dem Einwölben der Kappen zu beginnen. In vier Teams, von je einem Pfeiler ausgehend, mauerten wir Ziegelschar auf Ziegelschar.

Dabei konnten wir Tätigkeiten, die wir bis dato nur aus Büchern kannten, wie z.B. das Mischen von Kalkmörtel, das Mauern eines Ziegelverbandes oder das Behauen von Ziegeln praktisch kennenlernen. 

Während der Arbeit lernten wir natürlich auch unsere Gastgeber besser kennen.

Um ihnen ein schubfreies Gewölbe zu verdeutlichen, bereiteten wir im Werkstättenunterricht einen Bogen, der sich in einer sogenannten Kettenlinie wölbt, vor.

Sehr zum Erstaunen aller, konnten wir dieses Modell, ohne Fugenverbindung, mit seinem zweieinhalbfachen Eigengewicht belasten.

Am Nachmittag besuchten wir die Schell – Collection, eine in Europa einzigartige Sammlung von Schlössern, Schatullen und Tresoren aus verschiedensten Epochen und Materialien wie z.B. Metall, Holz, Schildpatt, Elfenbein etc. 

An unserem zweiten Vormittag schlossen wir die Gewölbekappen durch das Einfügen der Schlusssteine und vermörtelten die letzten fünf Ziegelscharen von oben.

Bevor wir das Lehrgerüst absenkten vermaßen wir die Scheitelhöhen des Gewölbes.

Nach dem Ausschalen stellten wir, mit einer erneuten Messung fest, dass sich unser Kreuzgewölbe um zwei Zentimeter absenkte.

Wir bedanken uns bei der HTBLVA – Ortwein für die freundschaftliche Zusammenarbeit und freuen uns schon auf das nächste Mal!

23.10.2017

Kontakt

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